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23. Ji.hlava International Documentary Film Festival in Wien: Ukradnutý štát (The State Capture)

Eine der erprobten Möglichkeiten, wie Kultur im Ausland zu präsentieren, ist das Beste aus dem Programm renommierter Festivals vorzustellen. Das Jihlava International Documentary Film Festival präsentiert eine breite Palette an Dokumentarfilmen, die unter anderem die Zuschauer mit der unerbittlichen Realität der Gegenwart konfrontieren. Zu solchen gehört auch der slowakische Dokumentarfilm Ukradnutý štát / The State Capture, dessen Vorführung noch knapp vor dem generellen Verbot kultureller Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus stattfand. Der Dokumentarfilm von Zuzana Piussi hätte sich mit einem neuen Sozialsystem befassen sollen, jedoch als der Journalist Ján Kuciak und seine Verlobte Martina Kušnírová umgebracht wurden, nahm die Dreharbeit eine ganz neue Richtung auf. Dieses äußerst brutale Verbrechen traf nicht nur die slowakische, sondern auch die tschechische Öffentlichkeit – aus diesem Grund organisierte das Tschechische Zentrum Wien die Vorführung gemeinsam mit dem Slowakischen Institut in Wien.

Die Eröffnungsworte sprachen die Direktoren beider Institute aus. Die Filmvorführung fand in den Räumlichkeiten des Slowakischen Instituts in Wien statt, dessen Direktor Igor Skoček die Besucher als Erster begrüßte. © CCV Die Eröffnungsworte sprachen die Direktoren beider Institute aus. Die Filmvorführung fand in den Räumlichkeiten des Slowakischen Instituts in Wien...
Der Direktor des Tschechischen Zentrums Wien Mojmír Jeřábek stellte das 23. Internationale Filmfestival Ji.hlava vor und hieß alle Besucher willkommen. Namentlich begrüßte er den Vertreter des Filmfestivals Juraj Machálek und den investigativen Journalisten Radovan Bránik. © CCV Der Direktor des Tschechischen Zentrums Wien Mojmír Jeřábek stellte das 23. Internationale Filmfestival Ji.hlava vor und hieß alle Besucher...
„Der Film ist ein Zusammenstoß und ein Dialog zwischen Menschen, die sich in Wirklichkeit lieber meiden, doch genau diese Konfrontation schafft vielleicht ein authentischeres Bild davon, in welcher Realität wir eigentlich leben“, sagt die Filmregisseurin Zuzana Piussi. Durch viele Interviews mit verschiedenen Persönlichkeiten des slowakischen gesellschaftlichen Lebens (Anwälte, Blogger, Journalisten, Sicherheitsexperten und ehemalige Geheimdienstagenten) hat sie versucht, das Netzwerk von Menschen, die das heutige Leben in der Slowakei beeinflussen, zu entwirrren und darauf aufmerksam zu machen. Und wie Piussi selbst hinzufügt: „Der Mord an dem Journalisten warf mehr Fragen auf, als wer der tatsächliche Mörder ist. Die Tragödie hellte das Bild sozialer Institutionen in ihrer Realität auf und schuf ein kurzes Zeitfenster, in dem es möglich war, dies auch mit der Kamera festzuhalten.“ © CCV „Der Film ist ein Zusammenstoß und ein Dialog zwischen Menschen, die sich in Wirklichkeit lieber meiden, doch genau diese Konfrontation schafft...
Die anschließende Diskussion wurde von Juraj Machálek (links; Vertreter des  Internationalen Filmfestivals Ji.hlava) moderiert. Dank des Interesses der Zuschauer und ihrer anregenden Fragen entstand eine fruchtbare Diskussion. Für die Fragen von Juraj Machálek selbst, der den Film für sehr inspirierend hielt, blieb leider keine Zeit übrig. Das Publikum stellte Fragen zur Sicherheit, Wahrhaftigkeit und Falschheit der Informationen, Manipulation und Desorientierung der Gesellschaft. Der Hauptgast, ein investigativer Publizist, Blogger und Sicherheitsanalytiker Radovan Bránik (in der Mitte) reagierte und antwortete auf alle Fragen. Die Diskussion wurde von Helena Novak (rechts) gedolmetscht. © CCV Die anschließende Diskussion wurde von Juraj Machálek (links; Vertreter des Internationalen Filmfestivals Ji.hlava) moderiert. Dank des Interesses...
Vielen Dank für Ihre besonders zahlreiche Teilnahme und Diskussion! © CCV Vielen Dank für Ihre besonders zahlreiche Teilnahme und Diskussion! © CCV