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Erfahrungen Praktikum im Tschechischen Zentrum Wien

Wie bist Du auf das Praktikum im Tschechischen Zentrum Wien gekommen?

A: Ich habe zu der Zeit ein Praktikum in Wien gesucht, weil ich hier studiere, und habe bei der Website vom Tschechischen Zentrum die Ausschreibung gesehen. Durch mein Studium der Slawistik kannte ich bereits das Zentrum, weil ich im Rahmen des Tschechischkurses bei einigen Veranstaltungen (Kinoabend in der Botschaft, 250 Jahre Bohemistik in Wien) teilgenommen habe.

M: Für mich als Kunstgeschichtestudentin ist Wien eine grundlegende Stadt. Hier gibt es eine große Auswahl an Museen, Galerien, Architektur und die Stadt besitzt eine reiche Kultur. Vor meiner Zeit als Praktikantin war ich bereits vier Monate im Rahmen des Erasmusprogramms an der Uni Wien. Als ich auf Facebook die Anzeige gesehen habe, dass PraktikantInnen für das Tschechische Zentrum gesucht werden, habe ich das als Chance gesehen einen Einblick in die Funktionen eines Kulturinstituts zu gewinnen und natürlich haben sich dank des Kontakts zu den BesucherInnen auch meine Sprachkenntnisse verbessert.

 

Welche neuen Fähigkeiten hast Du in dieser Zeit an Dir entdeckt?

A: Ich bin darauf gekommen, dass mir das Übersetzen immer besser gelingt.

M: Am meisten die grafische Arbeit, wie zum Beispiel das Entwerfen des Monatsprogramms und das Erstellen der Plakate und Einladungen zu Ausstellungen.

 

Auf welches Projekt bist Du am meisten stolz?

A: Eindeutig das Kuratorenvideo mit Herrn Schubert. Man hat mir freie Hand bei der Arbeit gelassen und ich konnte die Fragen und den Schnitt selbstständig durchführen. Außerdem ist die Arbeit mit Herrn Schubert immer sehr lustig und angenehm.

M: Bei mir waren es eben genau die grafischen Arbeiten. Ich habe noch nie davor mit etwas Ähnlichem gearbeitet.

 

Wie war die Arbeits- bzw. Teamatmosphäre?

A: Äußerst angenehm! Man merkt, dass man, obwohl man „nur“ Praktikantin ist, ein  vollwertiges Mitglied des Teams ist. Vor allem nach einer Veranstaltung stehen wir noch zusammen und plaudern. Mit Markéta und Tabea, die zeitgleich mit mir auch Praktikantinnen waren, konnte ich sehr gut zusammenarbeiten und bei uns ist auch immer „der Schmäh gerannt“ (;

M: Ich stimme Angelika vollkommen zu. Für mich waren es 5 Monate, die ich sehr angenehm verbracht habe.

 

Was war für Dich die spannendste Veranstaltung?

A: Als Kunstgeschichtestudentin haben mir natürlich die Vorträge von Herrn Schubert sehr gut gefallen. Eine weitere Aktion, die mir in Erinnerung geblieben ist, war die Diskussionsrunde über die Charta 77 im Theatermuseum. Es ist für mich noch immer unvorstellbar, dass Europa so brutal geteilt war und wie schwer der Weg zur Freiheit für die damalige Tschechoslowakei war.

M: Für mich waren das „Spielregeln“, eine Fotografie-Ausstellung von Studierenden der FAMU und UMPRUM, wo wir auch die Möglichkeit hatten uns an deren Installation zu beteiligen. Außerdem waren es auch die regelmäßigen Vorführungen tschechischer Filme in der Tschechischen Botschaft, die auf Tschechisch mit englischen Untertiteln gezeigt wurden, wie zum Beispiel „Lemonade Joe“.

 

Würdest Du das Praktikum im Tschechischen Zentrum Wien weiterempfehlen?

A: Ja, auf jeden Fall. Nicht nur, dass man mitten im ersten Bezirk von Wien arbeitet und der Weg zur Uni nur 10 min zu Fuß beträgt, sondern auch, dass ich noch nie das Glück hatte so freundlich und respektvoll in ein Team aufgenommen zu werden. Man leistet auch einen großen Beitrag bei Vorbereitungen zu den Veranstaltungen und man kann danach wirklich stolz auf seine Arbeit sein.

M: Natürlich! Wir haben als Praktikantinnen die Möglichkeit bekommen uns mit den Themen zu befassen, die uns am meisten interessieren. Bei mir war es vor allem die grafische Arbeit, das Schreiben von Webtexten und das Verfassen von Postings für Facebook. Natürlich haben sich meine Sprachkenntnisse durch die Kommunikation mit den BesucherInnen und den Übersetzungen stark verbessert. Außerdem arbeitet ihr hier in einem wirklich großartigen Kollektiv!

 

Angelika Vodvarka, 22, studiert Kunstgeschichte und Slawistik mit den Sprachen Tschechisch und Slowakisch in Wien. Sie begann Tschechisch zu studieren, um sich mit ihren tschechischen Großeltern unterhalten zu können.

Markéta Hornerová, 24, studiert Geschichte der christlichen Kunst an der katholischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag und war im Studienjahr 2016/2017 im Rahmen von ERASMUS in Wien.

 

 

Foto | V.l.n.r.: Markéta Hornerová a Angelika Vodvarka