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Programm

14.04.2020 - 31.08.2020

Dienstags-Talk mit Mojmír

Serie von Online-Gesprächen mit den Gästen des Direktors des Tschechischen Zentrums Wien, Mojmír Jeřábek, über die Kultur während und nach der Pandemie.

 

 

Auf unserem YouTube-Kanal können Sie sich Gespräche mit folgenden Persönlichkeiten ansehen:

Petr Štědroň ist Germanist, Übersetzer, Theaterregisseur und Dramaturg. Vom Theater geküsst scheint er schon in der Wiege geworden zu sein, als sein Vater, der Musikwissenschaftler und Komponist Miloš Štedroň zum Mitbegründer des legendären Theaters Gans am Faden (Divadlo Husa na provázku) wurde. Überraschenderweise entschied er sich für ein Studium der Germanistik, setzte sich in seiner Diplomarbeit jedoch thematisch mit dem Theater auseinander. Auch sein weiterer Weg war verbunden mit den Brettern, die die Welt bedeuten. Seit sechs Jahren bereits leitet er als Direktor das bekannte Prager Theater Divadlo Na zábradlí (Theater am Geländer), dem er seit seinem Antritt ein neues Gesicht verleihen konnte.
Seit 15 Jahren ist er Dramaturg des Prager Theaterfestivals deutscher Sprache. Auf dem renommierten internationalen Festival werden Theaterinszenierungen und -projekte des gesamten deutschen Sprachraums, also Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein aufgeführt. Gegründet wurde die Veranstaltung 1996 vom in Wien lebenden Schriftsteller und Dramatiker Pavel Kohout. Kooperationen bestehen mit den bekanntesten Ensembles und Theatermachern.
Das Festival wird von den wichtigsten tschechischen und internationalen Institutionen unterstützt und gilt als wichtiger Bestandteil der kulturellen Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und ihren Nachbarländern.

Prof.  Lojze Wieser lebt als Verleger in Klagenfurt/Celovec und legt den Schwerpunkt seines Programms auf südosteuropäische Literatur. Die Reihe „Europa erlesen“ und die „Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens“ erreichten Kultstatus.
Lojze Wieser ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, zuletzt „Geschmackshochzeit – Die Vermählung von Alpen und Adria (2019), „Das digitale Europa | Digital Europe“ (gemeinsam mit Herwig Hösele; 2019). „Der Geschmack Europas“. Journal mit Rezepten, Band 3 ist soeben erschienen. Seit 2013 ist Lojze Wieser Präsentator und Autor der bisher 24-teiligen, im ORF und auf 3sat ausgestrahlten Fernsehreihe  „Der Geschmack Europas“. Seit Februar 2020 schreibt Lojze Wieser auch auf seinem eigenen Blog.

Im Rahmen Gastlandauftritts der Tschechischen Republik auf der Internationalen Leipziger Buchmesse 2019 erschien in Zusammenarbeit mit dem Verlag Větrné mlýny Brno die "Tschechische Auslese" mit Übersetzungen zeitgenössischer tschechischer und mährischer Literatur ins Deutsche.
In den Jahren 2014-2019 erschien die 11-bändige deutschsprachige Werkausgabe von Jiří Gruša. Die übersetzen Bücher aus dem Tschechischen - reichen vom Ackermann über Havel, Skácel, Struhar bis Toma; in der Reihe Europa erlesen sind zahlreiche heimische Regionen vertreten. In diesem Rahmen erschienen auch die Bände über Mähren und unlängst der über Brünn erschienen.

Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat, Prof. Dr. Ivo Hammer. Daniela Hammer-Tugendhat, Kunsthistorikerin aus Wien, ist  Tochter des Ehepaars Fritz und Grete Tugendhat, die in Brünn das heute weltberühmte Haus bauen liessen. Ihr Ehemann Ivo Hammer ist Konservator-Restaurator (u.a. Klimts Beethovenfries) und Kunsthistoriker, Vorsitzender der internationalen Expertenkommission THICOM zur Beratung der Stadt Brünn für die Restaurierung des Hauses Tugendhat.

Laura Amann ist Kuratorin und Architektin und lebt in Wien und Prag. Diese herausragende Persönlichkeit auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kunstszene, betont in ihrer Arbeit das österreichisch-tschechische kulturelle Umfeld. Ihre vielfältige kuratorische Arbeit wird von einem interdisziplinären Ansatz, der auf ihrer theoretischen Praxis und ihrem Architekturstudium basiert, stark geprägt und beeinflusst. Zusammen mit Jen Kratochvil bildet sie das kuratorische Duo Significant Other, das seit 2018 ein gleichnamiges Galerie-Projekt in der Wiener Burggasse betreibt. Ihr Portfolio umfasst zum Beispiel die letztjährige Gruppenausstellung Fauxthenticity, die für das Österreichische Kulturforum in Prag vorbereitet wurde und sich mit der aktuellen Diskussion über das Verhältnis von wahr und falsch befasst, oder die in der Burggasse zuletzt präsentierte Ausstellung Lebenswelt der slowakischen Autorin, Finalistin des Oskár Čepan-Preises, Petra Feriancová. Das kuratorische Konzept von Significant Other konzentriert sich auf die zeitgenössische österreichische und tschechische Kunstszene, wobei es nach einer aktuellen und unerwarteten Verbindung zwischen den beiden Ländern sucht.

Laura Amann arbeitet derzeit als Assistentin des Kuratorenteams WHW (What, How & for Whom), in einer der wichtigsten Kulturinstitutionen Österreichs für zeitgenössische Kunst, der Wiener KUNSTHALLE. Dies ist der erste Teil einer fünfjährigen Zusammenarbeit mit WHW, die als Meilenstein für den neuen Ansatz und das zukünftige Gesicht dieser Institution gilt. Als Kuratorin der letztjährigen Other Visions des PAF Olomouc Wettbewerbs 2019 (Kuratoren-, Verlags- und Vertriebsplattform, deren Hauptereignis das PAF Olomouc Festival ist), hat sie auch die tschechische Kunstszene maßgeblich beeinflusst. Von den Veranstaltern des Festivals angesprochen, wählte sie die besten zehn Final-Werke junger tschechischer Filmemacher für das Wettbewerb aus. Die zentralen Themen ihrer künstlerischen Praxis sind Sprache, Technologien und Arbeit sowie deren Verflechtung mit dem realen Raum. Sie ist Absolventin des kuratorischen Programms De Appel 15/16 in Amsterdam, der Akademie der bildenden Künste und der Technischen Universität Wien sowie der École Nationale Supérieure de Paris Malaquais.

Dr. Thomas Trabitsch ist Österreichischer Theaterwissenschaftler und Direktor des Theatermuseums. Er studierte an der Universität Wien Theaterwissenschaften,  Kunstgeschichte und Philosophie. Im Jahre  1979 erhielt  er ein  Fulbright Stipendium, um an der University of Kansas Jazzgeschichte und Journalismus zu studieren. Er promovierte 1983 an der Universität Wien im Haupfach Theaterwissenschaften und Nebenfach Kunstgeschichte. Danach war Thomas Trabitsch zunächst als Dramaturg an den Städtischen Bühnen Regensburg und in Jahren 1985–1996 für die Musikalische Jugend Österreichs tätig. Anschließend war er sechs Jahre in der Abteilung für Ausstellungswesen des Kunsthistorischen Museums beschäftigt. Am 1. Juni 2002  wurde Thomas Trabitsch zum Direktor des Theatermuseums ernannt.

Jaroslav Rudiš ist ein Romancier in deutscher und tschechischer Sprache, Autor von Comic, Theaterstücken oder Liedertexten. Er studierte Germanistik und Geschichte sowohl in Tschechien als auch im Ausland, wechselte zwischen vielen Berufen und schließlich begab sich beruflicher auf den Weg in Richtung Musik und Literatur. Er lebt zwischen Berlin und dem Böhmischen Paradies, wo er geboren wurde. 

Adam Plachetka erhielt seine Ausbildung am Konservatorium bei Luděk Löbl und HAMU (The Music and Dance Faculty of the Academy of Performing Arts). 2005 debütierte er am Prager Nationaltheater. Seitdem ist er dort unter anderem als Don Giovanni oder Figaro (Le nozze di Figaro). Seit September 2010 ist Adam Plachetka Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er unter anderem Schaunard (La bohéme), Melisso (Alcina), Don Giovanni, Dulcamara (L`elisir d`amore), Figaro (Le nozze di Figaro, Il barbiere di Siviglia) sang. Er gastiert regelmäßig an der Metropolitan Opera in New York. Weitere Engagements führten ihn an die Bayerische Staatsoper in München (La Calisto), an das Royal Opera House Covent Garden in London (Don Giovanni, L`elisir d`amore), ins Festspielhaus Baden-Baden (Così fan tutte, La clemenza di Tito), nach Glyndebourne (Le nozze di Figaro), in die Carnegie Hall in New York (Salome), an die Deutsche Oper und Deutsche Staatsoper Berlin (Don Giovanni, Le nozze di Figaro) und an die Mailänder Scala (Così fan tutte) sowie an die Lyric Opera in Chicago (Le nozze di Figaro, Die Zauberflöte), Houston Grand Opera (Le nozze di Figaro) und an die Opéra de Paris (La Cenerentola). Adam Plachetka ist auch als Konzertsänger. Er sang zum Beispiel im Musikverein in Wien und in Graz, an der Wigmore Hall in London, an der Usher Hall in Edinburgh, im Herkulessaal in München, im Wiener Konzerthaus, im Konserthuset in Stockholm und im Gemeindehaus und Rudolfinum in Prag. Er hat mit dem Chicago Symphony Orchestra, Radio-Symphonieorchester Wien, L`Orchestre philharmonique de Radio France, Symphonieorchester des Bayerischen und Tschechischen Rundfunks, Scottish Chambre Orchestra, Tschechischen Philharmonie, Wiener Symphoniker und  mit der Kungliga Filharmonikerna in Stockholm gearbeitet. Adam Plachetka arbeitet mit Dirigenten wie Marco Armiliato, Daniel Barenboim, Mariss Jansons, Fabio Luisi, Riccardo Muti, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Christian Thielemann, oder Franz Welser-Möst.

Iris Raffetseder ist eine der DramaturgInnen der Wiener Festwochen, die Theater-, Opern- und Tanzproduktionen aus der ganzen Welt zeigen. Sie studierte an der Universität Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Romanistik und Französisch. In den Jahren 2011–2013 studierte sie Tanz und Dramaturgie. Sie war als künstlerische Assistentin der Choreographin Christine Gaigg in den Jahren 2009–2017 tätig. In den Jahren 2014–2016 kollaborierte sie mit den Wiener Festwochen an der Dramaturgie für das Schauspielprogramm von Frie Leysen, Stefan Schmidtke und Marina. Nach einer kurzen Pause kehrte sie als Dramaturgin der Wiener Festwochen im Jahre 2017 zurück. In der Zwischenzeit war sie hauptsächlich mit den dramaturgischen Aktivitäten anderer Festivals und Künstler beschäftigt.

Zuzana Brikcius ist eine Kuratorin, die vor allem dank der Verbindung von zwei Kunstwelten – der literarischen und der bildenden – bekannt ist. In den letzten Jahren bereitete sie vor allem zwei hochangesehene Projekte vor: „Die Charta-Story“, die in Prag und in Leipzig präsentiert wurde, und „Nezlomní“ – also „Die Unbeugsamen“ – mit dem Untertitel  „von Franz Kafka bis zu der Samtenen Revolution“ im Gemeindehaus in Prag. Die Thematik ihrer Ausstellungen ist oft mit ihren eigenen Erfahrungen verbunden. Als Schülerin einer Prager Mittelschule hat sie mit 18 die Charta 77 unterzeichnet. Unter den Signataren wäre schwierig jemand jüngerer zu finden. Sie wurde gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Dank der Einladung des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky fand sie ihr neues Zuhause in Österreich. Heutzutage lebt sie in Wien mit ihrem Ehemann Eugen Brikcius, der sich als Dichter, Schriftsteller, Philosoph und bildender Künstler einen Namen auch in Österreich gemacht hat. Zuzana Brikcius war als Übersetzerin und Tschechischlehrerin, u.a. an der Militärakademie Wien, tätig.

Lisa Mai ist die Initiatorin des ersten barrierefreien Kurzfilmfestivals in Österreich dotdotdot und des Kinderfilmfestivals dotdotdot 4plus. Nach ihrem Studium an der Wiener Filmakademie arbeitete sie als Autorin, Dramaturgin und Filmvermittlerin in unterschiedlichen Kontexten für Filmfestivals in Wien, u.a. auch für die video&filmtage (das Festival des jungen Kurzfilms). Bereits als Studentin gründete sie den ersten Kurzfilm-DVD-Verleih in Österreich mit dem Namen espressofilm. Dieser wurde 2010 zum Open-Air-Kurzfilmfestival, welches 2015 in dotdotdot umbenannt wurde. Im Jahr 2019 wurde bereits 10-jähriges Jubiläum dieses Festivals im Herzen von Wien – im Stadtteil Josefstadt – gefeiert. Der Name dotdotdot, d.h. drei Punkte, symbolisiert einen offenen Raum für Diskussion. Sein Ziel ist es, das Filmerlebnis Menschen verschiedener Generationen, Menschen mit und ohne Behinderungen und Menschen mit und Ohne Budget – kurz gesagt allen – zu vermitteln.

Ondřej Černý – die Interviewreihe Dienstags-Talk mit Mojmír ist mit dem Generaldirektor der Tschechischen Zentren, PhDr. Ondřej Černý, abgeschlossen. Ondřej Černý wurde in den 1990er in der Redaktion der Zeitschrift Svět a divadlo (Die Welt und das Theater) tätig, anschließend wurde er zum Direktor des Theaterinstituts in Prag. In den Jahren 2007–2012 war er Direktor des Prager Nationaltheaters. Ebenfalls unterrichtete er am Institut für Kulturologie der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität und des Kunstmanagements der Wirtschaftsuniversität in Prag und übersetzte Theaterstücke aus dem Deutschen. Er hat mit dem Prager Theaterfestival der deutschen Sprache zusammengearbeitet und ist ein korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Im 2014 wurde er zum Direktor des Tschechischen Zentrums München und seit 2018 ist er als Generaldirektor der Tschechischen Zentren in Prag tätig.

 

Veranstaltungsort:

Datum:

Von: 14.04.2020
Bis: 31.08.2020

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


Veranstaltungserinnerung
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