Česká centra, Czech Centres

Česká centra / Czech centres - logo

Programm

14.01.2019 19:30

Hořící keř (Burning Bush) | Teil I

Der 16. Jänner 1969 schrieb sich als düsterer Tag in die Geschichte eines von politischer Instabilität gebeutelten Staates ein. Der 20-jährige Student Jan Palach demonstrierte an diesem Tag seine Ablehnung der damaligen politischen Situation mit einer Tat, die die Gesellschaft in Schockstarre versetzte. Im Rahmen unseres Gedenkmonats an das Vermächtnis des Jan Palach präsentiert das Tschechische Zentrum Wien im Jänner jeweils an verschiedenen Terminen und Orten die drei Teile der preisgekrönten Miniserie Hořící keř. Die Produktion zeigt vor allem die Ereignisse nach Palachs Selbstverbrennung. So die Gerichtsverhandlung mit dem Abgeordneten Vilém Nový, der auf einem Parteitag das Selbstopfer verunglimpfte.

Teil I - 19:30 Uhr | Kino in der Botschaft der Tschechischen Republik, Penzinger Straße 11-13, 1140 Wien

Teil II - 18:30 Uhr | Institut für Slawistik, Seminarraum 1, Spitalgasse 2-4, Hof 3, 1090 Wien

Teil III - 18:30 Uhr | Tschechisches Zentrum Wien, Herrengasse 17, 1010 Wien

 

In tschechischer Originalfassung mit englischen Untertiteln. Eintritt frei!

Das Filmdrama „Hořící keř“ (Der brennende Strauch) zeigt die tragische Geschichte, die sich in der Zeit nach der Selbstverbrennung des Studenten der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität im Jänner 1969 während der sogenannten Normalisierung abspielte. Die Handlung konzentriert sich auf die reale Figur der Rechtsanwältin Dagmar Burešová, die sich Palachs Nachlass` annahm und seine Familie im Prozess gegen einen kommunistischen Abgeordneten vertrat.

Die Darstellung von Jan und Dagmar reflektiert den bedingungslosen Einsatz für grundlegende menschliche Werte wie Wahrheit, Ehre, Gerechtigkeit und Mut. Der Kampf für Freiheit, moralische Grundsätze, Selbstopfer und Standhaftigkeit haben in einer Zeit der Verzweiflung die besetzte Nation zusammengebracht. Zwanzig Jahre später fiel das totalitäre Regime in sich zusammen. Dagmar Burešová, die über einen langen Zeitraum politisch verfolgte Oppositionelle vertrat, wurde zur ersten Justizministerin der freien Tschechoslowakei ernannt.

Der Regisseurin Agnieszka Holland ist es bei der Verarbeitung des Themas hervorragend gelungen, die bedrückende Atmosphäre dieser Epoche einzufangen. Der Film wurde gleich auf mehreren Filmfestivals weltweit ausgezeichnet.

 

Tschechien/Polen, 2013, 84 Min.

Regie: Agnieszka Holland; Drehbuch: Štěpán Hulík; Kamera: Martin Štrba, Rafal Paradowski; Musik: Antoni Komasa-Łazarkiewicz, Karel Mařík; Mit: Táňa Pauhofová, Jaroslava Pokorná, Petr Stach, Igor Bareš, Vojtěch Kotek, Adrian Jastraban, Patrik Děrgel, Ivan Trojan, Jenovéfa Boková, Denny Ratajský, Ivana Uhlířová, Jan Budař, Stanislav Zindulka, Ondřej Malý, Martin Huba, David Novotný, Alois Švehlík,

 

In Zusammenarbeit mit der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien und dem Kulturklub der Tschechen und Slowaken in Österreich.

BesucherInnen werden gebeten, dem Veranstaltungsort angemessen gekleidet zu kommen. Bitte beachten Sie, dass die Mitnahme von größeren Taschen (Gepäckstücken, Rucksäcken usw.) ins Botschaftsgebäude ist nicht gestattet!

 

© HOME BOX OFFICE, Inc. All rights reserved.

 

Veranstaltungsort:

Kino in der Botschaft der Tschechischen Republik, Penzinger Straße 11-13, 1140 Wien

Datum:

14.01.2019 19:30

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.