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Programm

18.09.2018 18:00

Ilse Tielsch: Das letzte Jahr

Autorin Ilse Tielsch präsentiert im Tschechischen Zentrum Wien ihr Buch Das letzte Jahr anlässlich der Neuauflage des Romans. Die österreichische Autorin befasst sich mit der Thematik des Heimatverlustes sowie der Geschichte des deutschsprachigen Mährens. Im 2006 erschienenen Roman Das letzte Jahr verarbeitet sie Erinnerungen aus ihrer eigenen Kindheit des Jahres 1938, bis hin zur Besetzung der Sudetengebiete durch die Nazionalsozialisten. Ilse Tielsch zeigt ein mit ihren Gedanken und Ängsten alleingelassenes Mädchen, das sich in einer immer bedrückenderen werdenden Welt zurechtfinden muss.

„Ilse Tielsch (...) beschreibt in diesem kleinen Roman, beinahe 80 Jahre nach den Geschehnissen noch einmal den Moment des Kind-Seins, des Geborgen-Seins in einer multikulturellen Gemeinschaft, wie sie es erlebt hat. Ohne Moral und Mahnung, aber vielleicht als Verweis auf die Möglichkeit des Verlustes, der allem innewohnt.“

– Anne Hahn, piqd / Literatenfunk

 

Ilse Tielsch wurde 1929 in Auspitz/Hustopece in Mähren geboren und lebt als Schriftstellerin in Wien. Sie ist Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs und des OeSV sowie Gründungsmitglied des Literaturkreises Podium. Außerdem ist sie Autorin von Gedichten und weiteren Romanen, u.a.  der Trilogie Die Ahnenpyramide, Heimatsuchen und Die Früchte der Tränen. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sie erhielt viele Preise und Auszeichnungen, u. a. den Anton-Wildgans-Preis, den Südmährischen Kulturpreis und 2017 den Franz-Theodor-Csokor-Preis für ihr Lebenswerk. www.ilsetielsch.at

 

Das letzte Jahr

Die neunjährige Elfi Zimmermann lebt 1938 mit ihrer Familie in einer kleinen mährischen Stadt in der Nähe von Brünn. Im Frühjahr freut sie sich über ihr neues Fahrrad, im Herbst besetzen Hitlers Truppen die Sudetengebiete, und alles beginnt sich zu verändern.

Die Stimmung in der Bevölkerung wird immer feindseliger, Nachbarn wenden sich voneinander ab, Freunde werden zu Feinden. Elfi versteht nicht, warum ihre jüdische Freundin plötzlich weg ist, warum es nun wichtig ist, in welches Geschäft sie einkaufen geht und ob die Menschen in der Kirche oder im Tempel zum Beten gehen. Und sie versteht nicht, warum ihre Eltern nicht mit ihr darüber sprechen, sondern nur noch miteinander flüstern.

 In der Kooperation mit:

 

 

Veranstaltungsort:

Herrengasse 17
1010 Wien
Austria

Datum:

18.09.2018 18:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


Veranstaltungserinnerung
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