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Programm

10.10.2018 18:30 - 28.02.2019

Ausstellung Im Totaleinsatz

Mehr als 400 000 Tschechen wurden während des Zweiten Weltkriegs im Ausland als kostenlose Arbeitskraft eingesetzt. Die Wanderausstellung "Im Totaleinsatz – Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung für das Dritte Reich“ macht halt in Wien und präsentiert sich mit einer eigens für Österreich konzipierten Erweiterung „Zwangsarbeit auf österreichischem Gebiet“. Der Zwangseinsatz wurde zur Erfahrung einer ganzen Generation, die bis heute das kollektive Gedächtnis eines bedeutenden Teils der tschechischen Gesellschaft beeinflusst.

„Die Verwirklichung der Erfassung der Tschechen für den Arbeitseinsatz im Reich hat am 23. März begonnen und wird seitdem mit etwa 35 besonders geeigneten Arbeitsvermittlern des Deutschen Reiches im ganzen Gebiet Böhmen und Mähren in engster Verbindung mit dem tschechischen Sozialministerium durchgeführt. Bisher wurden bereits rund 11.000 tschechische Arbeitskräfte eingesetzt. So fahren augenblicklich täglich etwa zwei Sonderzüge“            so ein hoher Beamter des Reichsarbeitsministeriums in einer Radiosendung vom 5. Juni 1939. 

 

Ab 1942 wurden dann erstmals ganze Jahrgänge zur „Arbeit im Reich“ herangezogen. Fritz Sauckel als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz forderte immer mehr qualifizierte Kräfte an – monatlich 100.000 Arbeiter für deutsche Rüstungsbetriebe. 

Die Ausstellung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Živá paměť widmet sich der Vielfalt der Schicksale der Zwangsarbeiter, dem Andenken derer, die nie wieder nach Hause zurückkehrten, und dem langen Weg der Überlebenden zu moralischer und finanzieller Genugtuung. Im Rahmen der Wiener Premiere wurde sie um eine Reihe von Dokumenten und Fotografien erweitert, die spezifisch die Zwangsarbeit im heutigen Österreich betreffen. Die Mehrzahl stammt aus persönlichem Besitz und wurde bisher nicht veröffentlicht.

An der Organisation in Wien beteiligen sich die Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universität Wien und das Tschechische Zentrum Wien. 

Vernissage: Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18.30 Uhr in der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universität Wien, Spitalgasse 2–4, Hof 1


Grußworte

Markus Stumpf Leiter der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universität Wien

Oliver Rathkolb Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien

Tomáš Jelínek Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Mojmír Jeřábek Direktor des Tschechischen Zentrums Wien

Hans Winkler Stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich 

 

Zwangsarbeit in autobiographischen Erinnerungen

Karl Fallend Sozialpsychologe. Ehem. Mitglied der Historiker Kommission 

zu „Zwangsarbeit und Sklavenarbeit in den ehemaligen Hermann-Göring-Werken in Linz“

 

 

Veranstaltungsort:

Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universität Wien, Spitalgasse 2-4, Campus der Universität Wien, Hof 1, Stiege 12

Datum:

Von: 10.10.2018 18:30
Bis: 28.02.2019

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.