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Programm

18.11.2010 00:00 - 19.11.2010 00:00

Tagung „Museum und Migration“ und Workshop „Das Fremde im Eigenem“

Migration ist in der letzten Zeit im Zusammenhang mit Globalisation ein wichtiges Thema geworden. Deswegen findet auch Tagung zum Thema Nigration am 18.11. - 19.11. eine Tagung zu diesem Thema im Österreichischem Museum für Volkskunde statt. Der Tagung schließt ein Workshop nach.

Tagung „Museum und Migration“ :

 

Im Zuge der Globalisierung ist Migration zu einem zentralen gesellschaftspolitischen Thema geworden. Jenseits der gängigen Narrationen von Migration als Bereicherung oder Bedrohung etablierte sich in der Migrationsdebatte zunehmend die Position, Migration als wesentliches Moment gesellschaftlicher Entwicklung zu betrachten. Vor diesem Hintergrund und aufgrund von Forderungen seitens der MigrantInnen nach Anerkennung ihrer Geschichte wurden insbesondere im anglo-amerikanischen Raum vielerorts Ausstellungen zum Thema Migration gestaltet. Zudem begann sich ein neuer Museumstypus zu etablieren, das Migrationsmuseum. Das Ziel von Migrationsmuseen und -ausstellungen besteht nicht zuletzt darin, marginalisierten Geschichten Sichtbarkeit und Anerkennung zu verleihen. Dabei kann es allerdings erneut zu Fixierungen von gängigen Zuschreibungen kommen. Es stellt sich daher die Frage, wie die statische Gegenüberstellung von Mehrheits- und Minderheitenkulturen zugunsten einer transkulturellen und transnationalen Perspektive aufgebrochen werden kann, wenngleich konkurrierende Erinnerungen und Wahrnehmungen aufgrund asymmetrischer Machtverhältnisse immer auch Konfliktzonen bilden. Anliegen des Symposions ist es, unterschiedliche Ansätze der musealen Repräsentation von Migrationsgeschichte im internationalen Vergleich zur Diskussion zu stellen.

 

Workshop „Das Fremde im Eigenem“

Beim Thema „Migration und Museum“ geraten volkskundliche Museen sicher nicht als erste in den Blick, sollten doch gerade sie – oftmals in die Nähe von Heimatmuseen gerückt – die „eigene“ Kultur repräsentieren. Im Österreichischen Museum für Volkskunde stellt sich die Situation insofern anders dar, als die Sammlungen zu einem Gutteil um die Jahrhundert - wende angelegt wurden und sich größtenteils auf das Staatsgebiet der österreichischungarischen Monarchie beziehen. Und schon damals wurden Zuwanderer aus den Kronländern aufgrund ihrer Sprache, Kleidung, Kultur oder Religion vielfach als „fremd“ wahrgenommen. Das Thema Migration beherrscht aktuell vielfältige öffentliche Diskurse, es handelt sich dabei allerdings nicht um ein neues Phänomen – bestimmte Berufsgruppen wie Handwerker und Kaufleute waren immer schon mobil, kultureller Austausch fand auf unterschiedlichen Ebenen statt. Doch es kommt auf den Blick der KuratorInnen an, welche Geschichten und Perspektiven die musealen Objekte eröffnen. Im Rahmen des Workshops soll die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit den TeilnehmerInnen dahingehend befragt werden, welche Eigen- und Fremdzuschreibungen dabei stattfinden.

Weitere Infos:

http://www.wiener-bildung.at/termine/sonstige-veranstaltungen/internationale-tagung-museum-und-migration

  

 

 

 

 

Veranstaltungsort:

Herrengasse 17
1010 Wien
Austria

Datum:

Von: 18.11.2010 00:00
Bis: 19.11.2010 00:00

Veranstalter:

Forschungszentrum für historische Minderheiten | Institut für Wissenschaft und Kunst | Österreichisches Museum für Volkskunde


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.